dafür setzen wir uns ein

 Der Situationsansatz

 

Definition: Der Situationsorientierte Ansatz gibt Kindern die Möglichkeit, individuelle Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu verstehen, bedeutsame Fragen zu beantworten und Zusammenhänge zu begreifen, um aus der Bewältigung erlebter Situationen und Ereignisse (Erfahrungen) individuelle und soziale Kompetenzen auf- und auszubauen. 

 

 

Unser pädagogischer Grundgedanke

 

Mit unserem partnerschaftlichen Erziehungsstil orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder und gehen damit auf ihre körperlichen, geistigen und seelischen Stärken und Schwächen ein. Das heißt für uns, dass wir durch Wahrnehmen und genaues Beobachten Situationen und Umstände, die die Kinder und uns bewegen, aufgreifen, überdenken und die Aufarbeitung dieser Bedürfnisse flexibel gestalten. Voraussetzung ist eine Atmosphäre, in der sich das Kind wohl fühlt, Spaß und Freude spürt und seinen Platz in der Gemeinschaft findet. Wir helfen unseren Kindern, sich zu offenen, selbstbewussten und selbständigen Menschen zu entwickeln, die belastende Alltagssituationen bewältigen und innere Spannungen abbauen können.

 

"Wir wollen, dass sich unsere Kinder bei uns im Kindergarten wohl fühlen und gerne kommen".

 

Dazu ist es notwendig die uns anvertrauten Kinder mit ihrer individuellen Persönlichkeit, ihrem jeweiligen Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen anzunehmen und zu akzeptieren. Wir sehen dies als Herausforderung, setzen Vertrauen in das Agieren unserer Kinder und bieten ihnen ein Haus, in dem die Möglichkeit besteht, die Welt aktiv und ganzheitlich zu erkunden.

 

In Anlehnung an die Worte von Maria Montessori „Hilf mir es selbst zu tun“ räumen wir den Kindern ein hohes Maß an Selbst- und Mitbestimmung ein. Unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung dürfen sie entscheiden, mit wem, wie lange, wann, wo und was sie spielen, wobei es den Kindern erlaubt ist, nach Absprache sich im gesamten Haus oder im Garten aufzuhalten. In diesen Spielsituationen unterstützen wir die Kinder wenn es notwendig ist und leisten Hilfestellung. Uns ist es wichtig, dass die Kinder eigene Spielideen, ihre Fantasie und Kreativität entwickeln und ausleben können. In dieser Zeit sind wir nur die Beobachter, halten uns im Hintergrund und greifen nur dann in das Spiel ein, wenn uns die Kinder um Hilfe bitten. Wir sehen uns nicht als „Animateure“ der Kinder! Konflikte, die aus einer Spielsituation heraus entstehen, sollen die Kinder eigenständig lösen, wobei wir erst als Vermittler einschreiten, wenn erkennbar ist, dass die Kinder ihr Problem nicht alleine klären können. In einer Gemeinschaft wird es auf Dauer nicht möglich sein ohne Streit und Auseinandersetzungen zu leben. Die Kinder haben bei uns die Möglichkeit dies in einem geschützten Rahmen, teilweise mit unserer Hilfe, auszutragen und eine verantwortungsbewusste Konfliktstrategie zu erlernen.

 

 

Kinder brauchen Regeln!

 

Ein Zusammenleben ohne Regeln und Grenzen ist in einer sozialen Gemeinschaft nicht möglich.

 

Der Eintritt in den Kindergarten stellt für das Kind einen neuen Lebensabschnitt mit eigenständiger Bedeutung für die Entwicklung dar. Damit verbunden ist das Lernen neuer Regeln, die dem Kind aus dem familiären Umfeld nicht bekannt sind. Um diesen Prozess zu bewältigen, ist es notwendig, dass zwischen dem Kind und der Erzieherin Vertrauen aufgebaut wird. Es bestehen hausinterne Regeln, die sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern eingehalten werden müssen, um ein respektvolles und soziales Miteinander zu gewährleisten. In den einzelnen Gruppen gibt es gruppeninterne Regeln, die von den Erziehern und den Kindern gemeinsam erarbeitet und aufgestellt werden. Diese Absprachen werden an Kinder, die neu in die Gruppe kommen, im täglichen Miteinander von Erziehern und Kindern weitergegeben. Übertreten Kinder bestehende Regeln werden sie an diese erinnert. Je nach Entwicklung und Alter des Kindes wird es unterschiedlich lange dauern, bis es mit allen Regeln vertraut ist und damit umgehen kann. Bei Nichteinhaltung folgen entsprechende Konsequenzen, wobei auf die Individualität des betreffenden Kindes Rücksicht genommen wird.

 

 

Kinder lernen spielerisch!

 

Ohne Spiel entwickeln Kinder keine Kreativität und Fantasie.

 

Das Spiel ist die ureigene Ausdrucksform des Kindes. Von Anfang an setzt sich das Kind über das Spiel mit sich und seiner Umwelt auseinander. Es zeichnet sich insbesondere durch zwei Kriterien aus, nämlich die Zweckfreiheit der Spielhandlung und Veränderung des Realitätsbezugs durch das Spiel. Hier wird eine eigene Realität im Denken und Handeln konstruiert – bis zu den Grenzen der eigenen Fantasie ist alles möglich. In vielen ihrer Spiele spielen Kinder symbolisch und vereinfacht die Welt der Erwachsenen in Ausschnitten nach. Sie können ihre Alltagseindrücke schöpferisch verarbeiten, sich das Leben mit eigenen Mitteln verdeutlichen. Spiel- und Lebenswelt sind damit eng verknüpft. Das Spiel hilft Kindern, in die Gesellschaft hineinzuwachsen, Kompetenzen zu erwerben und eine eigene Identität zu entwickeln. Das Spiel variiert je nach Alter, Entwicklungsstand, Interessen und Bedürfnissen des Kindes. Es ist Ausdruck der inneren Befindlichkeit des Kindes und seines Erlebens.

 

 

 

 


Berger Kindernest

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